Blumen Krug Weyhers
 


Aktuell im Juli/August

Zeit für Blumen Krug ... Zeit zum Gießen und Genießen

Aber wie gießt man Beet-, Balkon- und Kübelpflanzen richtig?

Allgemeingültig sind folgende Hinweise:

Nach der Pflanzung
sollte gründlich angegossen werden, damit die Wurzeln einen guten Kontakt zum
Substrat bekommen. Trockene Wurzelballen können vor der Pflanzung in Wasser
getaucht werden. Bei der Pflanzung einen Gießrand lassen.

Pflanzen in Gefäßen mit Wasserspeicher
sollten in der ersten Zeit nach der Pflanzung auf das Substrat gegossen werden, bis die Pflanzen guten Kontakt zum Reservoire haben.

Alle Gefäße sollten einen Wasserablauf haben.
Dieser sollte offen sein, damit überschüssiges Wasser ablaufen kann. Die meisten
Pflanzen vertragen keine Staunässe, d. h. ihre Wurzeln sollten nicht längere Zeit im
Wasser stehen. Sie faulen sonst ab, können dann weder Wasser noch Nährstoffe
aufnehmen, was wiederum zum Absterben der ganzen Pflanze führt.

Morgens (oder abends) gießen ist sinnvoll.
Dann können die Pflanzen das Wasser gut aufnehmen und es steht ihnen tagsüber für
alle Stoffwechselvorgänge zur Verfügung. In der Mittagshitze sollte nicht gegossen
werden. Bei großer Hitze schließen die Blätter die Spaltöffnungen und können dann kein / kaum Wasser verdunsten und damit auch nicht aufnehmen. In den Abendstunden können die Pflanzen das Wasser wieder gut aufnehmen.
Das Wasser sollte – wenn möglich - auf die Blumenerde gegossen werden. Damit
können Brennflecken und auch die Ausbreitung pilzlicher Krankheitserreger reduziert
werden.

Weiter hängt der Wasserbedarf von diesen Faktoren ab:

Substrat/Blumenerde
Torffreie bzw. torfreduzierte Blumenerden haben i. d. R. keine gute
Wasserhaltefähigkeit, d. h. das Gießwasser (ebenso das Regenwasser) läuft schnell ab
bzw. durch die Erde durch. Pflanzen in einem solchen Substrat brauchen insbesondere
bei hohen Temperaturen und hoher Sonneneinstrahlung häufiger Wassergaben.

Standort
Pflanzen in windexponierter Lage verdunsten mehr Wasser als solche an einem
windgeschützten Standort.

Temperatur
Mit steigenden Temperaturen steigt der Wasserbedarf. Mit weiter zunehmenden
Temperaturen und bei direkter, intensiver Sonneneinstrahlung schließen die Blätter die
Spaltöffnungen, um die Verdunstung zu reduzieren. Sie nehmen dadurch weniger
Wasser auf.

Gefäßart und -größe, Wasserspeicher
Alle Gefäße sollten einen offenen Wasserablauf haben. Das gilt besonders für Gefäße,
die dem Regen ausgesetzt sind. Große Gefäße enthalten mehr Substrat, können damit
mehr Wasser aufnehmen und halten und bieten dadurch etwas mehr Sicherheit. Das gilt auch für Gefäße mit Wasserreservoire.
Eine Drainageschicht im unteren Teil des Gefäßes schützt ebenfalls/zusätzlich vor
Staunässe.
Plastikgefäße können sich im Sommer bei direkter Sonneneinstrahlung stark aufheizen,
was zu einer Wurzelschädigung führen kann. Ton- und Keramikgefäße oder Übertöpfe
können ein Aufheizen verringern.

Pflanzenentwicklung
Jungpflanzen benötigen natürlich weniger Wasser als ausgewachsene Pflanzen. I. d. R. brauchen Pflanzen für das vegetative Wachstum mehr Wasser als in der generativen
Wachstumsphase.
Pflanzen mit einer großen Blatt- bzw. Pflanzenmasse benötigen mehr Wasser als
Pflanzen mit geringer Blattmasse.

Pflanzenspezifische Ansprüche
Pflanzen haben unterschiedlich hohe Ansprüche an die Wassermenge. Bidens
(Zweizahn) bspw. gehört wie auch Scaevola (Fächerblume) zu den wasserbedürftigen
Pflanzen. Pelargonien, Petunien und Diascien (Elfensporn) haben einen mittleren
Wasserbedarf, Impatiens Neu Guinea und Fuchsien gehören zu den Pflanzen mit einem geringen Wasserbedarf.


Ganz besonders gilt Folgendes:

Pflanzen beobachten + Substratfeuchte fühlen!
D. h. Wenn die Pflanzen welk aussehen bzw. die Blätter zu welken beginnen, sollte
unbedingt auch die Substratfeuchte gefühlt werden. Welkes Aussehen ist auch ein
Symptom für zu viel Feuchte im Wurzelbereich. Dadurch sterben die Wurzeln ab und
können kein Wasser mehr aufnehmen. Gerade bei torffreien und torfreduzierten
Substraten sollte die Substratfeuchte nicht oberflächig gefühlt werden, sondern in einer Tiefe von mind. 5 bis 8 cm.